Datenunsicherheit

Die meisten der Druck- und Medienbetriebe verfügen über keine betriebsspezifische Bilanzierung zum Verbrauch von Hilfsstoffen oder zu Vorkettenprodukten. Zum Teil können die klein- und mittelständisch strukturierten Betriebe den Recherchenaufwand nicht leisten. Dem bvdm-CO2Rechner sind adäquate Rechengrößen (Branchenkennwerte) hinterlegt. Diese können zum Teil betriebsindividuell stark abweichen. Insofern ist deren mögliche Streubreite und deren Einfluss auf das Bilanzierungsergebnis zu prüfen. Im Nachfolgenden werden exemplarisch die möglichen Ausschläge auf das Bilanzierungsergebnis hinsichtlich schwankendem Isopropanol- und Reinigerverbrauch sowie, stellvertretend für alle Materialien und Hilfsstoffe, der Einfluss der Lieferentfernung am Beispiel Papier dargestellt. Bei Isopropanol und Reiniger sind Extremverbrauchswerte den Branchenkennwerten und bei Papier unterschiedliche Lieferentfernungen einander gegenüber gestellt (bei Bogenpapieren erfolgt der Bezug vorwiegend über den Großhandel. Der Produktionsstandort des Papiers zur Abschätzung der Transportstrecke ist meist nicht bekannt). Bei erstgenannten Hilfsstoffen bewegt sich die Unsicherheit der CO2-Bilanz im Zehntel Prozentbereich, beim Papiertransport ergibt sich pauschal betrachtet pro 1.000 LkW-Kilometer eine Ergebnisveränderung von lediglich rund 1 Prozent. Die Datenunsicherheit ist somit gering.

Anteil der Bilanzparameter am CO<sub>2</sub>-Aufkommen eines Druckauftrages

bvdm-Grafik: Sensivitätsanalyse zum Einfluss der IPA- und Reinigermengen (bezogen auf die Farbmenge) auf das Bilanzergebnis. Links Branchenschnitt, rechts Maximaleinsatz

Sensivitätsanalyse zum Einfluss des Papiertransportes auf das Bilanzergebnis

bvdm-Grafik: Sensivitätsanalyse zum Einfluss des Papiertransportes auf das Bilanzergebnis

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